G8-Gipfel bringt Erfolge für die Entwicklungszusammenarbeit PDF Drucken E-Mail
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Dienstag, 29. Juni 2010 um 08:59 Uhr

Anlässlich des G8-Gipfels in Muskoka / Kanada erklärt Jürgen Klimke:
Die Union begrüßt die laut Presseberichten gegebene Zusage der G8-Staaten 7,3 Mrd. US-$ zur Verwirklichung der Millenniumsentwicklungsziele vier und fünf auszugeben. Bei der Senkung der Kinder- und Müttersterblichkeit han-delt es sich um Ziele, die bisher nur unzureichend umgesetzt wurden. Noch immer sterben jährlich fast neun Millionen Kinder unter fünf Jahren, wobei viele Todesfälle relativ einfach behandelbaren Krankheiten oder vermeidbaren Ursachen geschuldet sind. Dazu gehört ein unzureichender Zugang zu sanitärer Grundversorgung und mangelnde Hygiene.

 

 

Auch bei der Müttersterblichkeit bleibt die Zielvorgabe, bis 2015 die Zahl der Todesfälle auf 120 je 100.000 Geburten zu senken, eine große Herausforderung, die weiterer Anstrengungen bedarf. Die Beschlüsse der G8-Staats- und Regierungschefs senden damit auch ein wichtiges Signal in Richtung des VN-Gipfels im September in New York, bei dem die Anstrengungen der Geberländer zur Erreichung der Millenniumsziele überprüft werden sollen.

 

Anlässlich des G8 Gipfels in Kanada wurde auch der erste G8 Rechenschaftsbericht über die Umsetzung von Zusagen der G8 im Entwicklungsbereich veröffentlicht. Darin wird für viele Bereiche eine positive Bilanz gezogen:

 

  • So haben die G8-Staaten 90-100 Prozent der Schulden der hochverschuldeten armen Länder erlassen.
  • Die handelsbezogene Entwicklungszusammenarbeit ist auf 14 Mrd. US-Dollar gestiegen.
  • Der von der G8 initiierte Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria hat bisher fast 5 Mio. Menschenleben gerettet und 2,5 Mio. Menschen mit HIV-Medikamenten versorgt.
  • Auch die Maßnahmen im Bereich der guten Regierungsführung sowie die zivilen Maßnahmen im Bereich Frieden und Sicherheit wurden ausgeweitet.
  • Schließlich hat die 20 Mrd. US-Dollar Zusage zur Ernährungssicherung, die auf dem Vorgängergipfel in L'Aquila gegeben wurde, dazu beigetragen, dass sich die Ernährungssituation in den Entwicklungsländern auch langfristig verbessern kann.

 

Die Bilanz belegt auch, dass es wichtig ist, dass sich die Ebene der Staats- und Regierungschefs mit Entwicklungsfragen befasst. Die Weiterentwicklung der internationalen Gipfelarchitektur hin zu den G20 darf nicht dazu führen, dass diese positiven Impulse für die Entwicklungspolitik durch die Chef-Ebene verloren gehen. Wir begrüßen daher die koreanische Initiative für eine ständige Arbeitsgruppe Entwicklung auch im G20 Kreis. Mit ihr verbinden wir die Hoffnung, dass sie dazu beiträgt, entwicklungspolitische Anliegen bei einer dann größeren Zahl von Gebern hochrangig zu verankern.

 

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