Klimke entsetzt über die Ermordung der russischen Menschenrechtlerin Natalija Estemirowa
"Wieder ist eine Symbolfigur der russischen Menschenrechtler ermordert worden, ein Schock für alle Aktivisten in Russland, denn ihre Arbeit
wird immer mehr zu einem Kampf zwischen Leben und Tod," berichtet der Menschenrechtspolitiker Jürgen Klimke. Die 50-jährige Journalistin galt als prominenteste Aktivistin der russischen Menschenrechtsorganisation Memorial in Tschetschenien. Sie hatte unter anderem mit dem kremelkritischen Tschetschenien-Reporterin Anna Politowskaja und dem Menschenrechtsanwalt Stanislaw Markelow zusammengearbeitet. Beide wurden bereits brutalst, durch hinterhältige Morde, hingerichtet.
"Russland frisst nun endgültig die zarten demokratischen Blüten aus den 90ger Jahren. Die Autokratie von Putin und seiner Machtbasis FSB nehmen für alle frei denkenden Menschen in Russland tödliche Formen an. Nicht wird passieren, dass dieser Mord aufgeklärt wird. Dies war auch bei den anderen beiden Morden der Fall. Für Russlands Menschenrechtler ist der Staat Russland eine Terrororganisation" erklärt Klimke.
