Entwidmung von Kirchen ist ein schmerzlicher Vorgang PDF Drucken E-Mail
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Mittwoch, 24. Februar 2010 um 23:41 Uhr

Leserbrief an das Hamburger Abendblatt von Jürgen Klimke zum Gastbeitrag von Ulrike Murmann, Hauptpastorin von St. Katharinen. Sie spricht sich in Ihrem Beitrag gegen Pläne aus, den Blick auf die Hamburger Kirche St. Katharinen durch einen hohen Büro-Neubau zu verstellen.

 

Der Gastbeitrag von Ulrike Murmann spricht mir aus der Seele. Für mich ist es ein Graus, dass immer mehr Hamburger Kirchen durch verschiedene Maßnahmen in ihrer Würde herabgesetzt werden.  Wir haben uns schon den Michel, das Hamburger Wahrzeichen schlechthin, „zubauen“ lassen. Von St. Pauli aus gesehen ist kein freier Blick mehr möglich. Auch die „Entwidmung“ von Kirchen und die damit verbundenen Konsequenzen sind für mich ein schmerzlicher Vorgang. Ich fahre zum Beispiel regelmäßig an der entwidmeten Heilig-Geist-Kirche in der Hufnerstraße vorbei. Der Teil-Abriss und die teilweise Neu-Bebauung des Grundstückes sind für mich mit der Würde einer Kirche nicht vereinbar.

Diese Entwicklung finde ich sowohl unter städteplanerischen, aber vor allem unter christlichen Gesichtspunkten desaströs. Unsere Kirchen müssen uns erhalten bleiben. Wenn Staat und Kirche hier allein nicht weiterkommen, müssen wir Bürger stärker aktiv werden.

(veröffentlicht am 23.02.10)

 

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